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Keine Vorteile durch Verzicht auf Fleisch
Viele Menschen verzichten aus den unterschiedlichsten Gründen auf Fleisch. Ein Übersichtsartikel zum Thema "Rotes Fleisch in der Ernährung", der im Ernährungsbulletin der British Nutrition Foundation veröffentlicht wurde, folgert aus dem vorhandenen Datenmaterial, das es dazu aus wissenschaftlicher Sicht keinen triftigen Grund gibt.

Der Artikel vermittelt eine Übersicht über die aktuelle einschlägige, wissenschaftliche Literatur und berücksichtigt Fragen
  • zur Höhe des Fleischkonsums,
  • zum ernährungsphysiologischen Nutzen des Fleischverzehrs,
  • zu Diät- und Lebensstilfaktoren sowie
  • zu Effekten des Fleischkonsums auf Gesundheit und chronische Krankheiten.
Fleisch als gute Nährstoffquelle
Die Autoren legen dar, dass Fleisch und Fleischprodukte eine grundlegende Quelle für lebenswichtige Nährstoffe sind. Es enthält Protein, langkettige Omega-3-Fettsäuren, Eisen, Zink, Selen und Vitamin B12. Dabei wird klar festgehalten, dass einige dieser Nährstoffe für den Organismus aus Fleisch besser verfügbar sind, als aus anderen Nahrungsquellen.

Die Autoren weisen darauf hin, dass Kohortenstudien aus England belegen, dass Fleischesser einen durchschnittlich leicht höheren Body-Mass-Index (BMI) aufweisen, als Fischesser und Vegetarier. Die Energie-, Protein- und Fettaufnahme lag bei den Fleischessern höher als bei den anderen Gruppen. Die Kohlenhydrat- und Nahrungsfaserzufuhr war dagegen tiefer.

Fleischesser haben bezüglich der Vitamin- und Mineralstoffzufuhr eine höhere Aufnahme von Vitamin A, B12, D sowie Zink. Hinsichtlich Folsäure, Vitamin C und E sowie Magnesium schneiden sie im Vergleich mit anderen Gruppen schlechter ab. Dazu muss aber gesagt werden, dass die Gruppen ausser beim Fleisch meist auch bei anderen Nahrungsmitteln unterschiedliche Mengen konsumieren. Bei epidemiologischen Erhebungen hinsichtlich einem Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und gesundheitlichen Aspekten muss dies unbedingt berücksichtigt werden.

Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und Krankheiten
Die Autoren gehen auf einige Krankheiten genauer ein. Sie erwähnen u.a., dass in epidemiologischen Studien mehrfach ein Zusammenhang zwischen hohem Fleischkonsum und Dickdarmkrebs gefunden wurde. Dabei ist mit "Fleischkonsum" rotes Fleisch und Fleischerzeugnisse, jedoch nicht weisses Fleisch gemeint.

Sie weisen klar darauf hin, dass die Mechanismen noch nicht klar sind und auch unsicher ist, inwieweit andere Umstände ebenfalls einen Einfluss haben. Jedenfalls scheint der Fleischkonsum nur ein Faktor unter vielen zu sein und bei einer sonst ausgewogenen Kost mit ausreichend Gemüse, Früchten und Getreide von untergeordneter Bedeutung zu sein (Red.: siehe dazu auch unsere Ernährungsempfehlungen).

Vorteile einer vegatarischen Ernährung
Hinsichtlich koronarer Herzerkrankungen haben Vegetarier im Vergleich zu Fleischessern ein etwas tieferes Risiko. Solche Aussagen sind allerdings mit Vorsicht zu bewerten, da sich die verglichenen Gruppen ausser im Fleischverzehr auch bei anderen Faktoren deutlich unterscheiden. Vor diesem Hintergrund sind exakte Aussagen schwierig zu machen.

Nachteilig ist bei einer Ernährung mit Fleisch der Umstand, dass Fleisch gesättigte Fettsäuren enthält, von denen einige einen negativen Effekt auf die Blutcholesterinwerte haben. Im Fleisch finden sich aber auch positiv zu bewertende Bestandteile wie Omega-3-Fettsäuren, einfach ungesättigte Fettsäuren, B-Vitamine und Selen. Diese Stoffe gelten allgemein als schützende Nährstoffe, wenn es um koronare Herzerkrankungen geht.

Übergewicht kommt bei Vegatariern deutlich seltener vor. Das hat aber weniger mit dem Fleischkonsum zu tun, als mit grundsätzlich anderen Lebensumständen. Auch spricht gegen einen ursächlichen Zusammenhang mit dem Fleischkonsum die Tatsache, dass bei Diäten zur Gewichtsreduktion ein höherer Proteinanteil von Vorteil ist. Einschlägige Ernährungsstudien weisen in diesem Zusammenhang auf einen höheren Sättigungseffekt bei proteinreicheren Schlankheitsdiäten hin. Das führt zu einer tieferen totalen Energieaufnahme als bei proteinärmeren Diäten (siehe dazu auch hier...).

Einfluss auf Diabetes
Ein Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und Diabetes Typ 2 (Altersdiabetes) wird in neuerer Zeit diskutiert. Da einschlägige Studien bisher noch fehlen, ist in diesem Bereich die Annahme eines kausalen Zusammenhangs reine Spekulation. Auch für Diabetiker kann deshalb mageres Fleisch zu einer ausgewogenen Ernährung gehören. Studien weisen sogar darauf hin, dass proteinreiche, fett- und energiereduzierte Diäten helfen, den Blutzucker unter Kontrolle zu halten.

Schlussfolgerungen
Zusammenfassend folgern die Autoren, dass mageres Fleisch durchaus ein Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung ist. Für ein gesundheitsbewusstes Essverhalten sind nicht einzelne Lebensmittel ausschlaggebend. Wichtig ist vielmehr eine geeignete Mischung vieler verschiedener Nahrungsmittel, die dem Körper alles liefern, was er benötigt. Man kann sich deshalb sowohl mit oder ohne Fleisch gesund oder ungesund ernähren. Aus ernährungsphysiologischer Sicht fährt man i.d.R. am besten, wenn Fleisch und Fleischerzeugnisse im Rahmen einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung genossen werden.

Quelle: foodaktuell

Originalstudie:
C.S. Williamson, R.K. Foster, S.A. Stanner, J.L. Buttriss: Red meat in the diet. British Nutrition Foundation Nutrition Bulletin, 30, 323-355 (2005).


Druckversion title=DruckversionBB[4. Aug. 2006] Weiterempfehlen Weiterempfehlen


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