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EU - Langzeitauswirkungen von GVO stärker berücksichtigen
Die EU-Kommission beauftragt die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA), Langzeitauswirkungen von gentechnisch veränderten Pflanzen genauer zu untersuchen.

Nachdem Umweltschutzorganisationen schon seit längerer Zeit das Fehlen von Langzeitstudien über die Auswirkungen der gentechnisch veränderten Pflanzen bemängeln, hat die EU-Kommission am 12. April den Wissenschaftlern der EFSA  den Auftrag erteilt, vermehrt Langzeitauswirkungen von GVO und ihren Einfluss auf die Artenvielfalt unter die Lupe nehmen. Höhere Anforderungen an die Risikoabschätzung sollen das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Grüne Gentechnik verbessern helfen. 

Die diskutierten Massnahmen seien jedoch nicht als grundlegender Wechsel der Kommission in ihrer Haltung zur Gentechnik zu verstehen, stellte die Sprecherin klar. Die Kommission gehe davon aus, dass alle bisher in der EU zugelassenen gentechnisch veränderten Organismen auch in ihren ökologischen Langzeitauswirkungen sicher seien. Die Kommission werde im Rahmen der strengen Gesetzgebung für weitere GVO eintreten und wolle in Zukunft das Zulassungsverfahren noch beschleunigen, so wie es die WTO gefordert habe.

Vor allem sollten nationale Alleingänge und Verbote nach einer Zulassung vermieden werden. Um dies zu erreichen, soll Kritik aus den EU-Mitgliedstaaten und deren nationalen Forschungseinrichtungen stärker eingebunden werden. Die Kommission ruft die Mitgliedstaaten dazu auf, während eines laufenden Zulassungsprozesses ihre Zweifel in Brüssel anzumelden. Sollten ungeklärte Fragen aufgeworfen werden, behält sich die Kommission vor, den Zulassungsprozess zu stoppen und zunächst weitere Beratungen der Wissenschafter abzuwarten. Sollte die EFSA Einwände aus den Mitgliedstaaten nicht aufnehmen, soll die Behörde ihre Zurückweisung zumindest ausführlich begründen.


Quelle: LID


Druckversion title=Druckversionre[13. Apr. 2006] Weiterempfehlen Weiterempfehlen


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