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Amerikas Kampf gegen die Fettsucht

Psychologen und Juristen wollen die Amerikaner "leichter" machen

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Die New York Times meldet, dass die Amerikaner nun von den Psychologen vor der Massen-Fettsucht befreit werden sollen. Das Essverhalten in Amerika funktioniert nach Angaben der Zeitung nur nach einem Motto: "Big Size" (d.h. möglichst gross). Dabei ist es egal, ob es sich um zuckersüsse Getränke, Big-Size-Hamburger oder All-you-can-eat-Buffets handelt. Alles läuft immer darauf hinaus, die Kundschaft randvoll zu füllen. Der Psychologe Paul Rozin von der University of Pennsylvania, der sich mit dem Essverhalten seiner Landsleute beschäftigt hat, betrachtet die Tatsache, dass von den Megaportionen jeweils nur noch Krumen übrigbleiben als besorgniserregend.

In früheren Zeiten hätte die heute von einer Person verzehrte Portion Schwarzbeer-Muffins für eine vierköpfige Familie gereicht. Das soziale Umfeld in den USA hat sich aber stark geändert. Inzwischen werden die Raucher zwar als Parias betrachtet, der Verzehr von immer grösser werdenden Portionen wird aber lediglich als mangelnde Selbstkontrolle abgetan. Eine Diätkur wird heute immer noch eher als rein persönliche Verantwortung betrachtet, während beim Rauchen ein klares öffentliches Interesse ins Spiel kommt. Aufgrund der immer grösser werdenden Anzahl der Fettleibigen warten die Gesundheitsexperten aber eigentlich auf eine Änderungen der "schlechten Essgewohnheiten" als soziale Reaktion in der Gesellschaft.

Eine immer grössere Zahl von Studien geben den Patienten selbst die Schuld für die allgemeine Fettleibigkeit, da ihnen beim Essen in erster Linie die nötige Selbstkontrolle fehlt. Hinzu kommen aber auch - und darin stimmen die verschiedenen Forscher überein - Umweltfaktoren, die den konsumorientierten Gewohnheiten der breiten Käuferschicht Vorschub leisten:

  • grosse Portionen zu kleinen Preisen,
  • Reklamen, die diese Kombination bewerben und auch
  • das generelle Angebot von Nahrungsmitteln auf dem Lebensmittelmarkt.

Viele dieser Umweltbedingungen sind bisher viel zu wenig beachtet worden. So haben Psychologen beobachtet, dass Kinobesucher, denen statt einer mittelgrossen Portion eine extragrosse Portion Popcorn gegeben wurde, diese - ohne es bewusst zu bemerken - ohne Kommentar verzehrten. Der Grössenunterschied betrug dabei immerhin 45 bis 50 %. Der Versuch wurde von Brian Wansink, Professor für Ernährungswissenschaft an der University of Illinois, durchgeführt. Ein ähnlicher Versuch in einem Büro mit einem grossen Gefäss mit Keksen oder anderen Süsswaren, kam zum gleichen Ergebnis: Damit die Leute essen ist kein Hunger notwendig. Der Grund für das masslose Zuschlagen bei der Nahrungsaufnahme sind die zahllosen Sonderangebote und Big-Size-Portionen.

Gesundheitsexperten nehmen nun die zahlreichen Fastfood-Ketten ins Visier und spielen diesen den Ball der Mitverantwortung für "ein gesundes Volk" zu. Schon tagen in Boston Rechtsexperten, um über weitere rechliche Schritte gegen Lebensmittelhersteller und Fastfood-Ketten zu diskutieren (siehe dazu auch hier...). Die Juristen sehen in falschen Angaben auf den Verpackungen - insbesondere was die Menge an Zucker und Fett anlangt - einen Hoffnungsschimmer, um mit Klagen gegen die Industrie vorzugehen. Insgesamt sollen schon sieben solcher Megaklagen eingebracht worden sein, berichtet John F. Banzhaf III, Jurist an der George Washington University. Banzhaf war bereits beim Kampf gegen die Tabakriesen federführend gewesen und will nun ähnliche Energien in die Reform der "Fast-Food-Industrie" stecken.

Die Lebensmittel-Giganten sehen allfälligen rechtlichen Schritten gelassen entgegen: "Wem ein Mega-Size-Burger zu gross ist, der kann gerne auch einen kleineren bestellen. Die meisten Anbieter bieten auch solche an", so Steven Anderson, Präsident und CEO der National Restaurant Association. Der Kunde soll letztlich in Selbstverantwortung entscheiden, was er essen will.


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BB / 21.7.2003 - Last update: 09.12.2004
Autor: Dr. Bruno Baumann / Seitenaufrufe:
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