Auf dieser Seite sind alle Besteckteile aufgeführt, die in der westlichen Esskultur als Hilfsmittel zum Essen dienen und die jedes bessere Speiselokal verfügbar haben sollte. Man muss sich dabei allerdings bewusst sein, dass auch heute noch ein Grossteil der Menschheit mit den Fingern isst und dass auch wesentlich mehr Menschen mit Stäbchen essen, als mit unserem bekannten Besteck.
Zur Grundausstattung, über die auch jeder 'bessere' Haushalt verfügt, gehören:
1
Suppenlöffel, Gabel und Messer, Kaffeelöffel, Fleischgabel
2
Gemüse- oder Kartoffellöffel, Kuchengabel, Saucenlöffel, Suppenschöpfer, Tortenheber
In besser ausgestatteten Haushalten gibt es ausserdem:
Zuckerlöffel, Abstreifgabel für Spiessgerichte (z.B. Schaschlik), Austerngabel (um die
Schalentiere aus der Muschel zu lösen)
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Bowlenkelle
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Gebäckzange
19
Pampelmusenlöffel (zum Lösen des Fruchtfleisches)
20
Nussknacker
21
Sardinenheber (damit das Öl zurückbleibt)
22
Zange für Weinbergschnecken
23
Schneckengabel
24
Servierzange für kleine Stücke
25
Spargelheber
26
Tomatenmesser
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Fingerschale mit Serviette (Gehören zu allen Gerichten neben den Teller, die mit den Fingern gegessen werden)
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Spezialbesteck für Krustentiere
29
Zange zum Knacken von Krustentieren (Hummer, Langusten oder Krebse)
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Spiesse zum Grillieren von Fleisch- und Gemüsestücken
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Fondue-Set mit Caquelon und Fonduegabeln (Beim Fleischfondue [Fondue Bourguinion, Fondue chinoise] spiesst man Filetstücke resp. feine Fleischtranchen auf Fonduegabeln und lässt diese in siedendem Öl, resp. Bouillon gar werden, während bei Käsefondue Weissbrotwürfel in einer erhitzten Käsemischung getaucht werden.
Grundausstattung, über die auch jeder 'bessere' Haushalt verfügt (1-2)
Was es in besser ausgesatteten Haushalten ausserdem noch gibt (3-5)
Das Besteck, wie wir es heute kennen, gibt es gar noch nicht so lange. Ursprünglich kannte man nur Messer und Löffel. Die Gabel kam erst im 16. Jht. dazu und wurde zuerst nur für das Tranchieren grosser Fleischstücke verwendet. Erst die steifen Halskrausen der Mode aus dem 16. Jht. machten die Essgabel notwendig. Lange war es für Reisende auch die Regel ein eigenes Mundzeug dabei zu haben. Heute würde man eher von einem Reisebesteck sprechen.
Gerätschaften, für den 'gehobenen Bedarf' sowie weitere Ergänzungsteile (6-26)
Spezialbesteck für Krustentiere
Spiesse zum Grillieren
Fondue-Set mit Caquelon und Fonduegabeln
Fingerschale und Serviette werden nach dem zugehörigen Gang wieder abserviert.
Tischgedeck
Für ein Essen mit mehreren Gängen und Getränken gibt es feste Regeln, nach denen der Tisch gedeckt wird. Grundsätzlich liegt oder steht alles von aussen nach innen entsprechend der Reihenfolge des Gebrauchs.
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Der Platzteller steht in der Mitte vor dem Gast. Er bleibt traditionellerweise während des ganzen Essens stehen und nur die Teller darauf werden ausgewechselt. Heute hat sich das teilweise etwas geändert und es werden aus praktischen Gründen auch Tischsets benutzt.
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Die Gabeln liegen links (von aussen nach innen): Vorspeisengabel, Fischgabel, Fleischgabel
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Die Messer (und Löffel) liegen rechts (von aussen nach innen): Vorspeisenmesser, Suppenlöffel, Fischmesser, Bratenmesser
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Links oben Brotteller und Salatteller
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Oben in der Mitte (von aussen nach innen): Süssspeisenlöffel, Käse- oder Obstbesteck
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Rechts oben die Gläser: für Apperitif, Weisswein, Rotwein und Wasser
Klassische Anordung eines Tischgedecks
Die Art und Weise der Ablage des Bestecks auf dem Teller verrät dem Bedienpersonal, ob man noch etwas von einem Gang möchte, ob man satt ist oder nur eine Pause macht.
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Legt man das entsprechende Besteck gekreuzt auf den Teller, so macht man Pause, allenfalls möchte man noch mehr oder man ist einfach noch nicht fertig.
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Legt man das Besteck parallel und mit den Griffen nach rechts auf den Teller, so signalisiert man, dass man fertig ist und dass abgeräumt werden kann.
Das Servierpersonal weiss aufgrund der Ablage des Bestecks, was der Gast wünscht:
Gekreuzes Besteck bedeutet noch nicht fertig
Paralleles Besteck bedeutet fertig
Fingerschalen
Fingerschalen werden für Gerichte verwendet, bei denen mit den Fingern gegessen wird. Sie werden mit dem entsprechenden Gang serviert. Man stellt sie links vom Teller auf eine Untertasse. Gefüllt werden sie mit lauwarmem Wasser. In das Wasser können als Dekoration zusätzlich schwimmende Zitronenschalen, Minzeblättchen oder gar Rosen(blätter) gelegt werden. Zum Abtrocknen der Finger wird den Schalen eine Serviette beigefügt. Die Fingerschalen werden nach dem zugehörigen Gang wieder abserviert.
In Ländern, in denen man ohnehin mit den Fingern isst, wird damit ein grosser Kult getrieben.