Wzu sind Vitamine gut und wo sind sie enthalten? Was sind die Folgen bei einem Mangel und wie viele Vitamine gehen eigentlich durch das Kochen verloren?
Sie finden auf dieser Seite in einer umfassende Tabelle mit allen Vitaminen sicher einige Antworten.
Beachten Sie dabei aber, dass insbesondere die Angaben zum Tagesbedarf nur Richtwerte sind. Genauere Angabe zu den nötigen Mengen finden Sie hier.
(Hinweis für Netscape-Benutzer: Sollte der nachfolgende Tabelleninhalt nicht ordnungsgemäss dargestellt werden, so wählen Sie bitte eine kleinere Schriftart).
Co-Enzym, das an verschiedenen Spaltungsvorgängen im Kohlenhydrat-Stoffwechsel beteiligt ist (Leberstoffwechsel, Glykogenspeicherung), Nerven, Wasserhaushalt
Leistungsabfall, geistige Verwirrung, Herzstörungen und Herzvergrösserung, (Bein)Krämpfe, Muskelschwäche und -schwund, Nervenstörungen: Beri-Beri (3), Neuropathie (nervöse Veranlagung; Störung im Bereich des vegetativen Nervensystems)
Symptome bei Überdosierung:
bei Überdosis von 1000facher empfohlener Tagesdosis tritt Schock ein
1897 durch Elmer Vermon McCollum, 1912 Isolierung durch Casimir Funk, 1926 von B. C. P. Jansen und W. Donath in kristalliner Form aus Reiskleie isoliert.
Eigenschaften:
fest, pulverförmig, farblos, wasserlöslich
Summenformel:
C12H17ClN4OS·HCl
Strukturformel:
Weiterführende Links:
Vitamin
Eigenschaften
B2
Riboflavin (Laktoflavin)
Wichtig für:
Ist an verschiedenen Reduktions-Oxidation-Prozessen beteiligt: Verwertung von Fett, Eiweiss und Kohlenhydraten, Schleimhauterhaltung
Die Nikotinsäure ist ein Baustein des NAD (Nicotinamid-Adenin-Dinucleotid) und spielt bei der Energiegewinnung der Zellen eine Rolle (Zellatmung, Kohlehydrat- und Eiweissstoffwechsel); Herzfunktion, zentrales Nervensystem (Hirn), Haut, Blutfarbstoffaufbau
Vorkommen:
Fleisch, Leber, Niere, Fisch, Geflügel, Eidotter, Milch, Getreideflocken, Brot, Gemüse, Hefe, Pilze, Nüsse (Erdnüsse), Körner, Hülsenfrüchte, Früchte; wird im Organismus aus der Aminosäure Tryptophan gebildet
farbloses bis leicht gelbliches Pulver, wasserlöslich
Summenformel:
C6H5NO2
Strukturformel:
Weiterführende Links:
Vitamin
Eigenschaften
B5
Pantothen-
säure
Wichtig für:
Steuerfunktion im Gesamtstoffwechsel, Aufbau der Haut, fördert Wundheilung, beteiligt bei der Bildung von Hormonen (Wird im Zusammenhang mit folgenden Stoffen genannt: Flavone, Flavenole, Flavenone, Citrin, Hesperidin)
Vorkommen:
in fast allen Lebensmitteln (z.B.: Fleisch, Leber, Eier, Gemüse, Milch, Früchte, Vollkorn, Pilze, Sonnenblumenkerne)
Haut- und Schleimhautentzündungen, gewisse Formen von Blutarmut (Anämie(5), glatte Zunge, Nierensteine, Entzündung der Nerven, Schwindel, sowie epilepsie-ähnliche Krämpfe. Mangelerscheinungen sind eher selten, weil das Vitamin oft vorkommt.
Blutbildung (Erythropoese - Bildung von roten und weissen Blutkörperchen), Zellteilung (Wachstum), Leber, Haut und Schleimhäute, Nervenfunktion (Vitamon ist am Fett-, Kohlenhydrat- und Nucleinsäurestoffwechsel beteiligt)
Immunsystem, Zellstoffwechsel, Bildung von Bindegewebe (Kollagenbildung) und Knochen, Zahn- und Zahnfleischerhaltung, verbessert Eisenaufnahme (wandelt verschiedene Metallionen in eine dem Körper zugängliche Form um), Blutgefässe, Blutgerinnung, Hormonbildung (Nebennieren), Antikörperbildung, natürliches Antioxidans (Radikalfänger)
Vorkommen:
Alle Früchte (besonders Acerolakirschen, Kiwifrucht, Schwarze Johannisbeere, Zitrusfrüchte, Cassis, Erdbeeren) und Gemüse, Tomaten, Melonen, grüne Paprika, Salat, Kartoffeln
Mangelsymptome:
Infektanfälligkeit, (Zahnfleisch-) Blutungen, schlechte Wundheilung, Blutungen, Leistungsabfall, Müdigkeit, Muskelschwund, rauhe braune und trockene Haut, Zahnlockerung und -ausfall, Skorbut (4)
Symptome bei Überdosierung:
Wenn nach längerer Überdosierung die Zufuhr verringert wird, kann es für kurze Zeit zu Mangelerscheinungen kommen, bis sich der Körper wieder angepasst hat. Nierensteine sind möglich. Zerstörung von Vitamin B12.
1912 in Zitrone, 1920 Isolierung aus Zitronen, 1933 Identifizierung als wirksame Substanz gegen Skorbut, 1966 propagiert Linus Pauling hohe Dosen von Ascorbinsäure als Vorbeugung gegen Grippe und Krebs
Vitamin C ist der Gattungsname für alle Verbindungen, die die gleiche biologische Wirkung wie die L-Ascorbinsäure aufweisen. D-Ascorbinsäure und L-Isoascorbinsäure sind biologisch inaktiv, D-Isoascorbinsäure weist nur eine geringe biologische Wirksamkeit auf. Die Dehydro-L-Ascorbinsäure gehört zur Gruppe der Vitamin-C-Verbindungen, da sie im Körper zu L-Ascorbinsäure reduziert wird.
Weiterführende Links:
Vitamin
Eigenschaften
H
Biotin
(Vitamin B7, Coenzym R, Bios IIb)
Wichtig für:
Haut und Schleimhautbildung, Haare und Nägel; beteiligt an Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel (Leber), Wachstum
Vorkommen:
Eigelb, Leber, Niere, Hirn, Molke, Linsen, grüne Bohnen, Reis, Sojabohne, Hefe, Keime, Melasse, Maische; wird im Darm durch Bakterien gebildet
Mangelsymptome:
Hautveränderungen und -enzündungen, Haarausfall; in Experimenten beobachtet: Müdigkeit, Depression, Übelkeit, Schmerzen und Appetitlosigkeit; Mangelerscheinungen sehr selten
Symptome bei Überdosierung:
keine bekannt
Empfindlich auf:
Wärme, Langzeitbehandlung mit Antibiotika und Sulfonamiden, rohes Eiweiss (Protein Avidin blockiert Funktionen von Biotin; erst beim Konsum von täglich 12 Eiern über längere Zeit tritt ein Mangel auf)
1898: Steinitz benennt das Vitamin H (Haut); 1931 nachweis in Leber, 1936 Isolierung aus Eidottern
Eigenschaften:
fest, farblos, wasserlöslich
Summenformel:
C10H16N2O3S
Strukturformel:
Weiterführende Links:
Fussnoten:
Die Werte gelten für Erwachsene ab 19 Jahren. Der Tagesbedarf für weitere Alters- und Risikogruppen (Säuglinge, Kinder, Schwangere, Stillende) weicht davon ab. Sie finden die entsprechenden Angaben hier. Die Angaben basieren auf den Empfehlungen der National Academy of Science, USA, sowie den D-A-CH-Referenzwerten. Diese Werte werden als RDA-Werte veröffentlicht (Recommended Dietary Allowance).
Genaue Angaben bezüglich der maximal zulässigen Tagesmenge sind nicht möglich. Die aufgeführten Werte sind als Mindestdosis zu verstehen, bei der bei täglicher Einnahme des betreffenden Vitamins über längere Zeit hinweg eventuell Nebenwirkungen auftreten könnten. Die Werte gelten für gesunde Erwachsene. Die Angabe erfolgt als Vielfaches des Tagesbedarfs (RDA).
~ "ungefähr"
> "mehr als": (bei höherer Dosierung ergeben sich in der Regel keine Nebenwirkungen.
Beri-Beri: Typische Mangelkrankheit infolge Fehlens von Vitamin B1 aufgrund einseitiger Nahrung.
Skorbut: Eine Mangelkrankheit verursacht durch das Fehlen von Vitamin C infolge einer Ernährung ohne frisches Gemüse, Früchte, Salat etc.
Anämie: (griech.: Blutarmut), Verminderung des eisenhaltigen Blutfarbstoffes durch Verminderung der Zahl der roten Blutkörperchen. Die Blutbildung erfolgt im Knochenmark und ist von bestimmten Enzymen sowie Vitaminen (B2, B6, B12, Folsäure) abhängig. Mangel an Vitamin B12 führt zu perniziöser Anämie(8); ein Mangel an Folsäure zu megalozytäre Anämie, die schwer von der durch Vitamin B12-Mangel bedingten pernizösen Anämie zu unterscheiden ist.
Perniziöse Anämie: (lat.), auch Biermersche Krankheit genannt. Sie äussert sich durch eine Störung der Bildung der roten Blutkörperchen (Erythrocyten) aufgrund eines Mangels an Vitamin B12, verbunden mit einem allgemeinen Kräftezerfall. Statt gesunder Erythrozyten werden im Knochenmark Megalozyten gebildet. Bei diesen Megalozyten fehlen verschiedene Teilungsprozesse und sie enthalten zuviel Hämoglobin. Dies hat zur Folge, dass die Anzahl an Blutkörperchen im Blut reduziert ist.
Pellagra: Mangelkrankheit bei zu geringer Niacin-Versorung und mangelnder Eiweissqualität.
Die neuen D-A-CH-Referenzwerte weichen von den RDA-Werten der National Academy of Science, USA, ab.
1 mg Niacin-Äquivalent = 60 mg Tryptophan
Angaben für fettlösliche Vitamine finden Sie hier... BB / 29.2.2004 - Last update: 23.07.2005 Autor: Dr. Bruno Baumann / Seitenaufrufe: 36550