Frans Hals gilt als Haupmeister der Haarlemer Malerschule. Er portraitierte zahlreiche prominente Haarlemer Bürger in Einzel- und Gruppenbildnissen. Bekannt ist vor allem sein "Festmahl der Offiziere der Sankt-Georgs-Schützengilde" (1616).
Er schuf diverse Genrebilder von Trinkern, Zigeunern und Frauen bei ihrer Arbeit. Seine skizzenhaft wirkenden Gemälde zeichnen sich durch eine grosse Lebendigkeit und treffende Charakterisierung der Portraitierten aus. Die Impressionisten betrachteten Hals einen Vorläufer.
Sohn von Jan Davidsz de Heem und einer der grössten barocken Stillebenmaler in Holland. Die meisten seiner Werke zeigen Arrangements von Früchten, metallischem Geschirr und Weingläsern, Büchern und Musikinstrumenten. Es gibt auch Beispiele von Vanitas-Stilleben.
Er war Schüler seines Vaters David de Heem d. Ä. Tätig war er von 1626-36 in Leiden, wo er von den Brüdern Steenwyck und Pieter Potter beeinflusst wurde. Später arbeitete er in Antwerpen unter dem Einfluss von Daniel Seghers. Von 1669-72 wirkte er in Utrecht, danach Rückkehr nach Antwerpen.
In seinem Stil war er F. Snyders und J. van Huysum beeinflusst. Sein Sohn Cornelis de Heem setzte sein Werk fort.
Schweizer Maler, der durch seinen Parallelismus der strenglinigen, monumentalisierenden Formen und der Symmetrie der symbolisierneden kräftigen Farben wegweisend für den Expressionsismus war.
Die Lebensumstände dieses Hauptmeisters der holländischen Genremalerei, dessen Gemälde mit den höchsten Preisen bezahlt werden, sind nicht klar.
Hooch war beeinflusst durch Karel Fabritius und durch Rembrandt. Er war anfangs in Delft tätig, wo er 1655 in die Malergilde aufgenommen wurde. Ab 1669 wirkte er in Haarlem.
Er war spezialisiert auf die Darstellung von Innenräumen holländischer Bürgerhäuser. Er spielte virtuos mit einfallendem Sonnenlicht und feinen Helligkeitsunterschieden. Er zeigt wenige, aber fein beobachteten Figuren bei ruhigen Beschäftigungen. Gewöhnlich stellte er zwei oder mehrere zusammenhängende Räume in meisterhaft beherrschter Perspektive dar.
Viele Bilder Hoochs befinden sich in englischen Privatsammlungen.
Hopper Edward
Geb. 1882 in Nyack/New York, gest. 1967 in New York.
Amerikanischer Maler der hauptsächlich in New York aktiv war.
Hoppers vordergründig kühlen, realistischen Bilder spiegeln die Einsamkeit des Menschen wider. Seine Themen sind häufig Isolation und Ausgrenzung des Einzelnen. Die bekanntesten Gemälde zeigen das Individuum häufig in Imbissbuden, Hotelzimmern, Wartehallen oder vor tristen Hausfassaden, wobei die Blicke der dargestellten Personen meist aneinander vorbeigehen, um so deren Distanz trotz ihrer räumlichen Nähe zu verdeutlichen.
Die starke Atmosphäre seiner Werke inspirierte unter anderen Filmregisseure wie Alfred Hitchcock, der für das Bates Motel in Psycho Hoppers Bild "House by the Railroad (1925)" zum Vorbild nahm.
BB / 18.8.2004 - Last update: 04.05.2005 Autor: Dr. Bruno Baumann / Seitenaufrufe: 17842