Kalf gehört zu den bedeutendsten holländischen Stillebenmaler des 17. Jhts.
Kalf ist 1642 erstmals in Paris nachweisbar, wo er sich wahrscheinlich aber auch schon 1639/40 aufhielt. 1646 kehrte er nach Rotterdam zurück. Von 1653 bis zu seinem Tõde wirkt er in Amsterdam.
In seiner Frühzeit (unter dem Einfluss von P. van den Bosch und F. Ryckhals) erstellte Kalf kleinformatige Bauerninterieurs und Küchenstücke mit ärmlichem Hausrat. Erst später malte er, in extremem Gegensatz zu diesen Werken, Prunkstilleben, die zunächst den Reichtum vordergründig betonen, dann aber einer verfeinerten, die Gegenstände nach kompositionellen und koloristischen Gesichtspunkten auswählenden Darstellungsweise weichen. Seine Spezialität sind Arrangements von feinen Gold- und Silbergeräten, Porzellan und Glassachen, die zusammen mit Früchten und Blumen gezeigt werden. Seine Bilder in prächtiger Farbgebung sind in der Anfangszeit in graubraunes Helldunkel getaucht (verwandt den Werken von Pieter Claesz und des Willem Claesz. Heda), später tiefleuchtend (von Rembrandt beeinflusst).
Kollwitz Käthe
Geb. 1867 in Königsberg, gest. 1945 in Moritzburg.
Deutsche Graphikerin und Bildhauerin. Schülerin von Stauffer-Bern in Berlin und Herterich in München die mit ihrem Werk zu einer der bedeutendsten Vertreterinnen moderner Graphik wurde.
Sie pflegte beinahe ausschliesslich Zeichnung, Radierung und Lithographie und in der Thematik soziale Motive. Im Stil ging sie von den Klingerschen Radierungen aus und nahm impressionistische und expressionistische Anregungen auf, um ihre ganz persönliche expressive Eigenart zu finden.
Kratochwil Siegfried
Geb. 1916 in Karlsstift (A).
Kratochwil lernte Goldschmied und dies sieht man seinen Bildern an. Sie weisen immer etwas Ziseliertes auf und seine Farben sind wie Edelsteine in den Malgrund eingefasst. Diese Technik macht ihn speziell unter den naiven Malern. Die Werke Kratochwil's sind auf persönliche Art und mit viel Ausdauer und Gewissenhaftigkeit ausgeführt. Sie vermitteln einen ländlichen Zauber vergangener Zeiten.
BB / 18.8.2004 - Last update: 04.05.2005 Autor: Dr. Bruno Baumann / Seitenaufrufe: 11781