Französischer Maler und Kunstsammeler. Er war ein Spross einer wohlhabenden Familie, was ihn zum Förderer des französischen Impressionismus machte. Sein Hauptwerk heisst "Strasse in Paris an einem regnerischen Tag" (Rue de Paris, temps de pluie - 1877).
Malte vor allem Heiligenbilder und Porträts sowie genrebildhafte Stilleben wie die beiden Frucht- und Fischhändlerinnen-Bilder in der Mailänder Brera, die den Einfluss Pieter Aertsens erkennen lassen.
Caravaggio Cecco del
Lebensdaten nicht bekannt.
Aktiv in Rom nach 1610. Er wird 1619 in einem Dokument als Cecco erwähnt. Es wird vermutet, dass er aus Frankreich stammt.
Caravaggio Michelangelo Merisi da
Geb. 1571 Caravaggio bei Bergamo, gest. 1610 Porto Ercole (Toskana).
Caravaggio absolvierte ab 1584 eine vierjährige Lehre bei Simone Peterzano in Mailand. Ab etwa 1592/93 wirkt er in Rom und dort ab 1594/95 im Hause des Kardinals del Monte, der sein Förderer wurde.
Ab 1599 malt er Bilder für die Contarelli-Kapelle in S. Luigi dei Francesi und 1600-01 Seitenbilder für die Cerasi-Kapelle in S. Maria del Popolo. Er kommt wiederholt im Konflikt mit dem Gesetz. Wegen eines Totschlags muss er 1606 aus Rom fliehen, zuerst nach Neapel, dann (1608) nach Malta. Dort wird es in den Malteserorden aufgenommen. Es folgt eine erneute Flucht.
Aut dem Rückweg nach Rom stirbt er bei einer Landung in Porto Ercole 1610.
Zusammen mit seinen Brüdern Agostino und Ludovico unterhielt er eine Werkstattgemeinschaft, aus der die spätere »Accademia degli Incamminati« hervorging. Anfangs Genrebilder in der Art des Bologneser Manierismus (Passarotti, Fontana), später, besonders seit seiner Übersiedlung nach Rom (Freskierung der grossen Galerie des Palazzo Farnese), Tendenz zu klassischer Strenge.
Castagno Andrea del
Geb. um 1423 in Castagno bei Florenz, in Florenz an der Pest gest. 1457.
Bedeutender florentinischer Maler der frühen Renaissance.
Florentinischer Bildhauer, Goldschmied und Medailleur, der mit seinen ausserordentlich kunstvoll gearbeiteten Münzen, Schmuckstücken und Skulpturen zu den virtuosesten Künstlern des italienischen Manierismus gehörte.
Cézanne Paul
Geb. 1839 in Aix-en-Provence (F), gest. 1906, in Aix-en-Provence.
Der französische Impressionist Paul Cézanne gilt als Pionier des neuen Sehens. Der Einfluss seines Schaffens wirkt noch heute mit unverminderter Kraft, der sich kaum ein Maler nach ihm entziehen konnte.
Chagall Marc
Geb. 1887 in Liosno (Witebsk / Weissrussland), gest. 1985 in Saint Paul-de Vence / Frankreich.
Der russisch jüdische, surrealistische Maler und Graphiker aus Russland verschmolz Fauvismus, russische Volkskunst und jüdische Mystik zu einem eigenen Stil.
Der Schüler von N. N. Coypel, P. J. Cazes und J. B. van Loo wurde 1724 Meister der Lukasgilde. 1728 wurde er als Tier- und Früchtemaler in die Akademie aufgenommen, in der er zum »Conseiler« avancierte (1743) und schliesslich auch zum Schatzmeister und Organisator der Akademieausstellungen. Seit 1757 wohnte er im Louvre. Ab 1768 erhielt er eine königliche Pension. Neben Stilleben malte er auch Porträts und Genreszenen. Er wurde von Diderot sehr geschätzt .
Chase William Merit
1849-1916
Ein amerikanischer Maler der sich nach einem Studium in München 1878 in New York nieder liess und dort zu einem der bedeutendsten Lehrer seiner Zeit wurde. Er gründete 1896 die Chase School of Art. Er war ein Freund frischer Farben und ermunterte seine Schüler zur Arbeit im Freien.
Chase war ein sehr produktiver Künstler und schuf über 2000 Werke die motivmässig vom Stilleben über Portraits und Innenansichten bis zu Landschaften reichen. Seine Werke hängen in vielen amerikanischen Museen.
Lebte seit 1617, dem Zeitpunkt seiner Heirat, vermutlich ununterbrochen in Haarlem. Seine datierten Werke von 1621-60 sind fast ausschliesslich Frühstück-Stilleben. Daneben malte er auch schlichte Vanitas-Stilleben. Gilt als ein Vertreter der »monochromen Banketjes«.
Bedeutender Stilleben-Maler aus den Niederlanden. Von dem aus Middelburg stammenden Stillebenmaler ist nur wenig bekannt. Seine Aktivität ist nachgewiesen in der Zeit von 1683-1707. Er blieb lange Zeit unbeachtet, bis er schliesslich 1950 von dänischen Kunsthistorikern entdeckt wurde. Bekannt ist, dass er 1695 mit einer Strafe belegt wurde, da er ohne Konzession Bilder zum Verkauf angeboten hatte.
Coorte spezialisierte sich auf einfach komponierte Blumen- und Früchtestücke. Sein Stil zeichnet sich durch zeitlose Motive aus, die vor dunklem Hintergrund gemahlt sind. Seine Bilder sind heute gesucht und werden zu hohen Preisen gehandelt.
Spanischer Maler der sich bis zu seinem Entschluss Mönch zu werden bis 1603 in Toledo als Stillebenmaler betätigte. 1604 trat er in Granada als Leihenbruder ins Kloster ein. Danach beschäftigte er sich mit religiösen Themen. Seine Werke aus dieser Phase sind weniger bedeutend als die Stilleben. Charakteristisch für seine Stilleben ist der Bildaufbau mit einigen wenigen Früchten, die auf einem Regal oder Sims in fast geometrischer Klarheit vor dunklem Hintergrund angeordnet sind. Cotáns Arbeiten hatten einen wesntlichen Einfluss auf die Spanische Malerei (insbesondere auf Zurbarán).
Courbet begann und dominierte die französiche Bewegung zum Realismus. Courbet portraitierte plötzlich und gegen alle Widerstände gewöhnliche Plätze und gewöhnliche Leute.
Italienischer Maler und Radierer der bologneser Schule, die von Carracci begründetet wurde. Crespi war ein Schüler von Canuti und C. Cignani. Seine eklektische Malerei (u.a. von Guercino, Baroccio, Correggio beeinflusst) zeichnet sich durch heftige Bewegungsmotive bei naturalistischer Durchbildung der Einzelheiten aus. Seine Werke wirken durch scharfe Helldunkel-Gegensätze. Crespi malte religiöse und mythologische Bilder und Bildnisse.
Zu seinem Hauptwerk zählen:
"Chiron lehrt den jungen Achill die Kunst des Bogenschiessens" (um 1700/1705 - Kunsthistorisches Museum Wien)
"Die Sibylle und Charon" (um 1700/1705, ebd.)
"Die 7 Sakramente" (um 1712/1715 - Gemäldegalerie, Dresden)
"Blendung Polymnestors durch die Trojanerinnen" (um 1700-05 - Musées Royaux des Beaux-Arts, Brüssel).xxx
BB / 18.8.2004 - Last update: 04.05.2005 Autor: Dr. Bruno Baumann / Seitenaufrufe: 30796