Hervorragender Interieur- u. Bildnismaler. Er ging um 1648 bei Rembrandt in die Lehre. 1653 kehrte er nach Dordrecht zuruck. Von 1673 an war er in Amsterdam tätig.
Sein Stil zeigt, dass er ein Schüler Rembrandts war. Er begann mit biblischen Motiven, bevorzugte dann aber vor allem sittenbildliche Darstellungen und insbesondere häusliche Szenen. Ab 1660 erstellt er vor allem Bildnisse, bei denen er gerne weibliche Personen in einem Innenraum ins Bild bringt und diese in einem warmen Helldunkel darstellt.
In seinem Spätstil macht sich der Einfluss von Rubens, Van Dyck sowie den Italienern bemerkbar.
Meléndez wird als bedeutenster spanischer Stillebenmaler des 18. Jhts. betrachtet. Er stammt aus einer Malerdynastie, die ihm eigentlich den künstlerischen Werdegang hätte erleichtern sollte.
Der talentierte Jungmeister assistierte bis 1737 seinem Vater Francisco Meléndez, als er mit Lewis-Michel Vanloo, dem Hofmaler von Philip V von Frankreich Kontakt bekam. Der Portraitmaler wurde 1745 in die Königlich Spanische Akademie der Künste aufgenommen. Er geriet aber in Schwierigkeiten, nachdem sein Vater mit der Akademie in Madrid einen Disput austrug und beide aus der Akademie ausgeschlossen wurden. Nach einer Reise durch Italien kehrte er nach Spanien zurück, um seinem Vater als Illustrator für Chorbücher zu assistieren. Trotz mehrerer Bewerbungen dem König als Hofmaler zu dienen, bekam er keine offizielle Anstellung am Hof und starb schliesslich in Armut.
In den 1760er Jahren verlegte sich Meléndez von der Portraitmalerei zur Stillebenmalerei. Meléndez Hauptwerk beteht deshalb aus einer Serie von etwa 100 Stilleben, die er in den letzten 20 Jahren seines Lebens ausführte.
Abraham Mignon gilt als bedeutender Deutscher Barock-Stillebenmaler. Mignon lernte beim Stillebenmaler Jacob Marrel, der ihn 1660 nach Holland brachte. Er schloss sich zeitweise dem Atelier von Jan Davidsz. de Heem in Utrecht an und wurde 1669 Mitgleied der St. Lukes-Gilde. 1676 kehrte er nach Frankfurt zurück, wo Maria Sibylle Merian seine Schülerin wurde.
Mignon widmete sich fast ausschliesslich den Themen Blumen, Früchte und Vögel. Es existieren nur wenige Portraits. Seine Blumenstücke sind geprägt von genauer Betrachtung und sorgfälltiger Ausführung. Sein bevorzugter Bildaufbau enthält in der Bildmitte eine rote oder weisse Rose vor dunklem Hintergrund.
Moillon Louise
Geb. 1615/16 in Paris, gest. nach 1674 in Paris
Bedeutende Französische Stillebenmalerin des 17. Jhts., die ihre lange Karriere in Paris verbrachte. Sie stammte aus einer streng calvinistischen Familie und heiratete 1640 den wohlhabenden Holzhändler und Calvinisten Etienne Girardot de Chancourt.
Sie hat ihre Technik so sehr verfeinert, dass es später zu Zuordnungsproblemen ihrer Werke mit Dänischen, Flämischen und Deutschen Malern kam (z.B. mit ). Ihre besten Werke zeugen von einer akuraten Beobachtung und meisterhaften Dargestellung von exotischen Früchten, die nie übertroffen wurde.
Der französiche Maler Claude Monet ist sozusagen der Inbegriff des Impressionismus. Sein Bild "Impression, soleil levant" (Impression eines Sonnenaufgangs) gab diesem Stil seinen Namen.
Mooleyser Willem
(ca. 1640 - 1700)
Glasgraveur aus Rotterdam über dessen Laufbahn wenig bekannt ist. Seine Arbeiten stammen aus den Jahren 1666-97.
Anna Mary Robertson Moses ('Grandma Moses')
Geb. 1860 in Washington County (N.Y.), gest. 1961 in Hoosick Falls (N.Y.).
Farmersfrau, die erst im Alter von 75 Jahren begann Landschaften in 'primitiver' Manier zu malen.
BB / 18.8.2004 - Last update: 04.05.2005 Autor: Dr. Bruno Baumann / Seitenaufrufe: 13233