Zurbarán ist ein Hauptvertreter der spanischen Malerei des 17. Jahrhunderts. Er malte vor allem religiöse Bilder für Klöster, meist ganze Zyklen aus der Mönchsgeschichte, daneben aber auch Stilleben.
Zurbarán war beeinflusst von seinem Lehrmeister Roelas und Herrera d. Ä., später in seiner naturalistischen Malerei auch vom Helldunkel Caravaggios (allerdings gehörte das Helldunkel bereits zur spanischen Tradition) und zuletzt auch von Murillo.
Zurbarán war der Sohn eines Händlers und verliess sein Heimatdorf schon im Alter von 15 Jahren, um nach Sevilla zu gehen und im Atelier von Pedro Díaz de Villanueva zu arbeiten. Er wurde ein Schüler von J. de las Roelas und hatte dadurch Kontakt mit Werken von Francisco de Herrera d. Ä., sowie Diego Velázquez and Alonso Cano. 1617 verliess Zurbarán Sevilla ohne Prüfung, die ihm das Recht verliehen hätte seine Kunst frei zu praktizieren. Er reiste wieder in die Estremadura, wo er 10 Jahre in Llerena blieb und auch heiratete. Leider ist keines seiner Kirchenbilder aus dieser Zeit erhalten.
Er kam später nach Madrid und wurde 1638 Hofmaler von Philipp IV.
BB / 18.8.2004 - Last update: 04.05.2005 Autor: Dr. Bruno Baumann / Seitenaufrufe: 5148