Valltton war ein französischer Maler und Graphiker schweizerischer Herkunft.
Vallotton lebte ab 1882 in Paris. Er war ein Schüler der Académie Julian und bewunderte Courbet und Manet. Später versuchte er sich in der Malweise der Pointillisten. Zunächst widmete er sich der Graphik und zeichnete für die 'Revue Blanche' und andere Zeitschriften. Ausserdem illustrierte er Bücher und entwickelte einen eigenen Holzschnittstil mit starken Schwarzweiss-Kontrasten. Er stand dabei unter dem Einfluss Van Goghs, Toulouse-Lautrecs und des japanischen Holzschnitts. Er gehörte als Maler dem Kreise der Nabis und Intimisten (Bonnard, Vuillard usw.) an, legte aber ein stärkeres Gewicht auf kräftige Umrisse, Plastizität der Gestaltung sowie einer Verwendung der Lokalfarbe. In seiner dekorativen Formgebung ist es in vielem ein Vertreter des Jugendstils. Anderseits gilt er auch als Vorläufer der 'Valori plastici', der 'Neuen Sachlichkeit'. Valloton hatte einen starken Einfluss als Graphiker.
Van Beyeren war zu seiner Zeit ein eher unbekannter dänischer Barock-Maler, der heute aber als einer der grössten Stilleben-Maler gilt.
Van de Velde III Jan Jansz
Geb. 1619 in Harlem, gest. 1662
Jan Jansz van de Velde III. wurde als Spross einer Künstlerfamilie geboren. Sein Vater Jan van de Velde I. (1569-1623) war ein Zeichner und Drucker, während seine Neffen Esaias (1587-1630) und Anthony (1617-1672) beide Maler waren. Jan wurde in Harlem ausgebildet, obwohl nicht bekannt ist durch wen. Er spezialisierte sich auf Stilleben.
1656 zog er nach Amsterdam. Seine frühen Stilleben gleichen bezüglich Stil und Inhalt den Werken von Pieter Claesz (1597-1660) und Willem Heda (1594-1680). Während seiner Zeit in Amsterdam spezialisierte er sich auf kleine, intime Kompositionen mit wenigen Objekten.
Gerbrand van den Eechhout war ein dänischer Portrait- und Genre-Maler aus dem Barock der als bevorzugter Schüler von Rembrandt gilt. Sein Stil gleicht jenem von Rembrandt derart, dass lange Zeit viele seiner Werke als solche von Rembrandt selbst galten. Abweichend von seinem meist rembrandtartigen Stil (biblische Motive, Portraits) schuf Eeckhout aber auch Werke mit Themen wie Militärwache, Backgammonspieler etc.
Eeckhout war sehr produktiv, so dass für die Zeit von 1641-1674 für praktisch jedes Jahr ein datiertes Gemälde existiert. Zusätzlich schuf er viele Zeichnungen, Figuren, Landschaften und Genre-Szenen auf verschieden Medien (inklusive Wasserfarben). Er fertigte auch mehrere Radierungen an, die meist Studien von Köpfen zeigen.
Dänischer Stilleben-Maler dessen Geburtsdatum nicht genau bekannt ist. Da sein Vater früh starb kam er als Waisenjunge zum bekannten Stillebenmaler Ambrosius Bosschaert the Elder (1573-1621) in Pflege. Dieser beeinflusste die Malerei von Balthasar van der Ast nachdrücklich. Ast war in Utrecht tätig, wo er 1619 ein Mitglied der St.-Lukas-Gilde wurde. Jan Davidsz. de Heem war in dieser Zeit sein Schüler. Ab 1632 liess er sich in Delft nieder. Er spezialisierte sich auf Stilleben von Blumen, Früchten und Muscheln.
Van der Goes Hugo
Geb. etwa 1440 in Gent, gest. 1482 in Roode Cloosters bei Brüssel.
fläm. Maler,
Van der Goes war ein Hauptmeister der altniederländischen Malerei in der 2. Hälfte des 15. Jhts. (Renaissance) Mit seinem Hauptwerk, dem Portinari-Altar (um 1476 - Uffizien in Florenz - das einzige beglaubigte Werk), stellt er sich in eine Linie mit altniederländischen Künstlern wie Van Eyck, R. van der Weyden und Dirk Bouts. Die damals ganz neue Individualisierung, besonders der männlichen Köpfe, die Grossartigkeit der Frauengestalten und die gesteigerte Kraft des Naturalismus gehen über alles Bisherige hinaus.
Weiteren Van Goes zugeschriebene Hauptwerke sind:
Monforte-Altar mit der Anbetung der Könige (Staatliche Museen, Berlin)
Diptychon mit Sündenfall, Beweinung Christi und hl. Genoveva (Kunsthistorisches Museum, Wien)
Geburt Christi mit anbetenden Hirten (Staatliche Museen, Berlin)
Tod Mariä (Groeningemuseum, Brügge).
Van der Heyden Pieter
Geb. ca. 1530 in Antwerpen, gest. nach 1572 in Berchem.
Flämischer Kunststecher, der 1557 als Meister in die Antwerpener St. Lukes-Gilde aufgenommen wurde.
In der ersten Zeit seiner Karriere von 1551 bis 1559 arbeitete er bevorzugt mit dem Verleger Hieronymus Cock zusammen. Diese Beziehung hielt bis zum Tod des Verlegers im Jahr 1570. Hunderte seiner Stiche wurden in dieser Periode durch das Verlagshaus "Aux Quatre Vents" gedruckt.
Van der Heyden hatte in dieser Zeit über das Verlagshaus auch Kontakt mit dem Verleger Christoph Plantin. 1571 bezog Van der Heyden in Berchem ein Landhaus, das ihm Plantin als Werkstadt zur Verfügung stellte. Die letzte verbuchte Zahlung für einen Stich datiert vom März 1572.
Floris van Dijck war ein holländischer Barockmaler, der aus einer wohlhabenden Haarlemer Patrizierfamilie stammt. Er verbrachte einige Zeit in Italien wo er auch Cavaliere d'Arpino traf. 1610 wurde er ein Mitglied der Haarlemer St. Lukes-Gilde und 1637 deren Dekan. Er beschenkte die Gilde mit einem lebensgrossen Portrait seiner Person, das von Michelangelo ausgeführt wurde. Zusammen mit seinen Zeitgenossen Nicolaes Gillis (ca. 1601-32), Floris van Schooten (1610-55) and Roelof Koets (1592-1655) gehört er zu den frühesten holländischen Stilleben-Malern.
Floris van Dijck spezialisierte sich auf Küchenstücke und Fruchtstilleben. Seine Motive ähneln denjenigen von Nicolaes Gillis und Floris van Schooten.xxx
Der flämischer Maler Van Es wurde 1617 in Antwerpen Meister, schloss sich aber der St. Lukes-Gilde erst 1645 an. Jacob Gillis and Jan van Thiene waren Schüler von ihm (1621 resp. 1623).
Er scheint hauptsächlich sogenannte Früchstück-Stilleben gemalt zu haben. Im Gegensatz zu anderen Künstlern dieser Zeit verzichtete Van Es auf dramatische Lichteffekte und dynamische Barock-Kompositionen. Er zog eine klare Lichtführung vor und stellte die Gegenstände mehr oder weniger in einer horizontalen Ebene auf. Überlappungen werden dabei vermieden.
Van Gogh Vincent (Willem)
Geb. 1853 in Groot-Zundert (bei Breda), gest. 1890 in Auvers-sur-Oise (Selbstmord).
Der niederländische Maler gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter der Kunst des 20. Jhts.
Obwohl Jan van Huysum einige klassizistische Landschaften und mythologische Szenen malte, ist er vor allem als Repräsentant der dänischen Blumenmalerei bekannt, die er bis ins 18. Jht. pflegte.
Seine im Gegensatz zur vorangegangenen Bildtradition koloristisch aufgehellten Obst- und Blumenstilleben wurden auch im Ausland von Fürsten und reichen Privatsammlern geschätzt, die dafür hohe Preise zu zahlen bereit waren. Auf Auktionen erreichten Bilder von ihm damals Summen von bis zu 1450 Gulden pro Werk.
Jan van Kessel war der Sohn des Bildnismalers Hieronymus van Kessel und dessen Ehefrau Paschasie, einer Tochter Jan Brueghels d. Ä.
Seine Ausbildung erhielt er beim Genremaler Simon de Vos. 1644/45 wurde er Meister der Antwerpener St.-Lukas-Gilde. Er malte vor allem Tier- und Blumenbilder, wobei sein Interesse den Varietäten von Insekten galt.
Adriaen van Nieulandt war ein flämischer Maler, der sich auf landschaften und Innenansichten weltlicher und biblischer Themen spezialisierte. Er war ein Schüler von Pieter Isaacsz. and Frans Badens (1571-1618).
Van Oostsanen Jacob Cornelisz
Geb. ca. 1470 in Oostsanen, gest. 1533 in Amsterdam.
Jacob Van Oostsanen erhielt seine Ausbildung in Haarlem im Kreis des um 1495 verstorbenen Geertgen tot Sint Jans und entfaltete in Amsterdam, wo er 1500 urkundlich erwähnt wird, im Lauf von mehr als drei Jahrzehnten eine äusserst rege und vielseitige Tätigkeit. Man übertrug ihm die Ausführung von Altären, Votivtafeln und Bildnissen. Er bemalte auch Kirchengewölbe, fertigte Holzschnitte und entwarf Vorlagen für Glasgemälde und Stickereien.
Van Opstal Gerard
Geb. 1594 in Brüssel (ev. oder 1604 in Antwerpen), gest. 1668 in Paris.
Der flämische Bildhauer Gerard Van Opstal war ein Schüler von Niklaas Diodone in Brüssels (1616). Er war ab 1642 nachweislich in Antwerpen tätig zur Fertigstellung einer Arbeit von Mildert. Kurz danach reiste er nach Paris und war im Louvre tätig.
Pieter Cornelisz van Ryck war spezialisiert auf grosse Küchenstücke.
Er war ein Schüler von Jacob Willemsz. I Delff and Huybrecht Jacobsz und elbte 15 Jahre in Italien, bevor er ab 1604 in Haarlem tätig war.
Van Schendel Petrus
Geb. 1806, gest. 1870.
Petrus van Schendel wurde in Belgien geboren. Seine Familie stammt aus Holland. Er studierte an der Antwerpener Akademie und arbeitete dort bis 1828. Danach lebte er in Amsterdam, Rotterdam und Den Haag, bis er 1845 nach Brüssel zog.
In Brüssel schenkte er seine ganze Aufmerksamkeit seinen bekannten Marksszenen. Er gewann 1845 an einer Brüsseler Ausstellung mit dem Bild "Markt bei Mondlicht" eine Goldmedaille und gewann 1857 mit dem Gemälde "Fischmarkt" an der Art Treasures Exhibition in Manchester erneut. 1855-56 stellte er seine Werke an der Royal Academy in London aus.
Van Schendel war auch ein erfolgreicher Portraitmaler.
Van Utrecht Adriaen
Geb. 1599 in Antwerpen, gest. nach 1652 in Antwerpen.
Van Utrecht war ein flämischer Tier- und Stillebenmaler aus Antwerpen. Sein Lehrmeister war der Maler Kunsthändler und Kunstsammler Herman de Ryt (1614). Später besuchte er Frankreich, Italien und Deutschland, bevor er wieder nach Antweerpen zurückkehrte. Ab 1625 war er Meister in der Antwerpener St. Lukas-Gilde.
Seine Malerei zeichnet sich aus durch grossflächige Darstellungen diverser Viktualienmärkte (Viktualien (lat.) = Nahrungs-, resp. Lebensmittel). Seine Wilddarstellungen zeigen den Einfluss von Frans Snyders. Im Gegensatz zu Snyders sind seine Kompositionen aber durch horizontale und vertikale Linien gekennzeichnet, während Snyders dynamische Diagonalen bevorzugte. Tiefe und Bewegung erzeugte Van Utrecht durch typisch barockes Beiwerk wie Vorhänge und Fensteransichten im Hintergrund. Er bevorzugte in seinen Stilleben warme Erdtöne (grau-grün) und starke Helligkeitsunterschiede, was den Einfluss seiner Auseinandersetzung mit der italienischen Hell-Dunkel-Malerei (Chiaroscuro) belegt. Van Utrecht änderte seinen Stil über seine ganze Schaffenszeit wenig. In seinen späteren Werken sind aber die Einflüsse von Jan Fyt und Jan de Heem sichtbar.
Niederländischer Silberschmied dessen frühe Arbeiten noch von der Renaissance beeinflusst waren. Später wandelte er das von seinem Bruder Paul van Vianen um 1607 entwickelte Knorpelwerk etwas ab.
Die Kennzeichnung "A V" wurde auch von seinem Sohn Christian verwendet, wenn dieser Kreationen seines Vaters als Vorbild nahm oder kopierte.
Vermeyen war ein niederländischer Maler, Radierer, Zeichner und Tapetendesigner. Er war in Flandern und Spanien aktiv.
Seine frühen Arbeiten zeigen Verwandtschaften mit den Arbeiten von Jan van Scorel, Jan Gossart und Bernard van Orley. Dies deutet darauf hin, dass er in den Niederlanden, wahrscheinlich in Haarlem, ausgebildet wurde. Belegt ist, dass er ab 1525 seine eigene Werkstatt hatte. Im gleichen Jahr trat er als Hofmaler in die Dienste von Margaret von Österreich und reiste mit ihr nach Augsburg und Insbruck, wo er 19 Portraits der Herrscherfamilie erstellte. Typisch für die Portraits von Jan Vermeyen sind die stämmigen Figuren und die eifrig gestikulierenden Hände mit gestreckten Fingern.
1535 begleitete er Charles V. nach Tunis. Diese Reise vermittelte ihm die Eindrücke für seine späteren Arbeiten inkl. seinen Tapisserien, die er in den Jahren 1545-48 entwarf.
Fritz von Uhde wandte in seinen Bildern religiösen Themen zu und betrachtete es als seine Mission, die Geschichte Jesu in einem modernem Gewand realistisch darzustellen.
BB / 18.8.2004 - Last update: 30.05.2005 Autor: Dr. Bruno Baumann / Seitenaufrufe: 28694