Diego Velázquez gilt als Hauptmeister der spanischen Malerei des 17. Jahrhunderts (Barock).
Diego Velázguez studierte in Sevilla zuerst die Künste und war ein Schüler von F. Pacheco. Er lernte viel durch das autodidaktische Studium der Natur und kam 1623 nach Madridan den Hof. Im Alter von 24 Jahren malte er ein Portrait von Philip IV. der später zu seinem Mäzen wurde.
Velázguez besuchte Italien zweimal: 1629-31 kopierte er in Venedig und Rom diverse Meisterwerke. Seine zweite Reise (1649-51) machte er erst 20 Jahre später und brachte dabei viele Gemälde von Titian (1485-1576), Tintoretto (1518-1594) und Paolo Varese in die königliche Sammlung nach Spanien. Abgesehen von diesen Ausflügen lebte Velázguez als Hofmaler und bevorzugter Porträtist des Königshauses in Madrid.
In den Anfängen malte Velázquez religiöse Bilder und Bodegones (Sittenbilder aus dem spanischen Volksleben). Er war stark von der caravaggistischen Helldunkelmalerei beeinflusst (Chiaroscuro).
Das Gesamtwerk von Velázquez umfasst Landschaften, mythologische und religiöse Motive, Portraits sowie Szenen aus dem täglichen Leben. Das grosse Können von Velázguez zeigt sich vor allem in seiner einzigartigen Art mit Licht, Farben und Raum umzugehen. Als Portraitist ist er unübertroffen in der Frische der Charakterisierung seiner Modelle. Sein Werk beeinflusste viele Grössen der Malerei nachhaltig (z.B. Francisco de Goya, Camille Corot, Gustave Courbet, Edouard Manet und James McNeill Whistler).
BB / 18.8.2004 - Last update: 24.04.2005 Autor: Dr. Bruno Baumann / Seitenaufrufe: 7719