Van Beyeren war zu seiner Zeit ein eher unbekannter dänischer Barock-Maler, der heute aber als einer der grössten Stilleben-Maler gilt. Er konzentrierte sich zu Beginn vor allem auf Fisch-Sujets. Ab der Mitte des 17. Jhts. widmete er sich dann Motiven mit Bankettischen, die mit kostbaren Gefässen aus Gold und Silber sowie mit venezianischen Glaswaren, Früchten, Damasttischtüchern, Seide und Samt ausstaffiert sind. Die neuen Motive gaben ihm erweiterte Möglichkeiten, um seine beeindruckenden Fähigkeiten zum Spiel mit Form und Licht zu demonstrieren. Er signierte seine Werke praktisch immer mit seinem Monogramm AVB, datierte seine Werke aber selten. Dies, sein sich wenig verändernder Stil und seine Gewohnheit verschiedene Motive und Arbeiten parallel zu bearbeiten erschwerden heute eine chronologische Zuordnung seiner Werke.
Van Beyeren wurde 1640 in Den Haag zum Meister und erlangte über Heirat Kontakt zum Fischmaler Pieter de Putter (vor 1600-59). Er lebte in der Zeit von 1657 bis 1661 in Delft und von 1663 bis 1669 wieder in Den Haag. Er taucht auch in den Büchern von Amsterdam, Alkmaar und Gouda auf, bevor er sich 1678 in Overschie nieder liess.
BB / 18.8.2004 - Last update: 04.05.2005 Autor: Dr. Bruno Baumann / Seitenaufrufe: 6121