Jan Steen ist ein Hauptmeister des holländischen Genrebildes. Er war als Sohn eines Brauers Wirt und Maler zugleich.
Seine malerische Ausbildung erhielt er von Dirck Hals resp. 1646 an der Universität von Leiden. 1648 war er Mitbegründer der St. Lukes-Guilde von Leiden. 1649 war er in Den Haag, später wieder in Leiden und um 1660 in Haarlem tätig, wo er auch eine Taverne betrieb. Er leitete in Delft auch eine Brauerei und heiratete Jan van Goyen's Tochter.
Steen schuf vor allem humorvolle Darstellungen aus dem Volksleben und der Taverne, daneben aber auch ruhige Szenen mit moralischen Aussagen. Als Katholik arbeitete er auch an über 60 religiösen Stücken.
Steen hatte offenbar keine direkten Schüler. Seine Werke wurden aber oft imitiert.
Bedeutende Werke:
'Die Familie des Jan Steen' (um 1663 - Mauritshuis, Den Haag)